Festreden und Trauversprechen – frei vortragen oder ablesen?

Festreden und Trauversprechen – frei vortragen oder ablesen?

 

Zwei gute Nachrichten zu Beginn:

 

Die erste gute Nachricht:

Sie können entscheiden, was Ihnen lieber ist.

Die zweite gute Nachricht:

Es gibt einige Vorschläge aus der Schatzkiste der Rhetoriker und Redner, wie man eine Rede und ein Trauversprechen mit Unterstützung wunderbar vortragen kann.

 

Das Trauversprechen:

Es gibt wenige Momente im Leben, die so einmalig und so emotional berührend sind, wie ein Trauverssprechen. Geht es doch darum, dem Partner oder der Partnerin die Liebe zu versprechen und das ein Leben lang.

Dieser Moment ist besonders emotional. Das hat natürlich zur Folge, dass wir meist weniger klar denken können. Der oder die eine oder andere kämpft wahrscheinlich mit Freudentränen.

Sollten das alles auf Sie nicht zutreffen, habe ich weiter unten noch brauchbare Tipps zum Vortragen einer Rede. Also diesen Teil überspringen und später weiterlesen.

Für alle anderen hier die Tipps zu einer guten Vorbereitung, dem Grundstein, damit dieser Moment für Sie zum puren Genuss wird.

Formulieren Sie den Text erst einmal schriftlich.

Dann tragen Sie ihn vor. Gefällt er Ihnen noch. Dann weiter sonst formulieren Sie ihn so lange um, bis Sie wirklich zufrieden sind.

Tragen Sie ihn vor dem Spiegel vor. Sie sind von sich selbst begeistert? Wunderbar, sonst probieren Sie andere Varianten aus.

Jetzt versuchen Sie ein paar Stichwörter auf einen Zettel zu schreiben. Funktioniert es noch? Wie fühlen Sie sich wohler?

Neigen Sie zu Nervosität? Wollen Sie auf Nummer sicher gehen?

Sie können eine Mischvariante entwickeln: Entweder sie nehmen den ausformulierten Text und die Stichwörter mit und können bei Bedarf wechseln oder sie entscheiden sich für eine Variante.

Im entscheidenden Moment müssen Sie Ihre Unterlagen nicht nutzen, aber Sie können, wenn Sie sie mitnehmen.

Im nächsten Abschnitt stelle ich noch eine Variante vor.

Wichtig ist, dass das Versprechen natürlich klingt, auch wenn Sie es lesen.

Entspannen Sie sich und freuen Sie sich auf den Moment. Es gibt wohl kaum einen schöneren in Ihrem Leben.

 

Die Festrede

 

Hier liegt die Sache ein bisschen anders: Die Rede ist erheblich länger. Die einzelnen Wörter sind meist nicht so wichtig. Die Emotionalität ist niedriger.

Wie gehen Sie in diesem Fall sinnvoll mit Notizen um?

Wichtig ist, dass Sie Ihre Rede vollständig ausformulieren. Das verhindert ein Ringen nach Worten beim Vortrag und gibt Sicherheit.

Sprechen Sie sie durch. Ist es ein gesprochener Text? Dieser zeichnet sich durch kurze Sätze und einfach Formulierungen, die schöne Bilder im Kopfkino der Zuhörer erzeugen, aus.

Rhetorische Fragen eignen sich dazu, die abschweifende Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft wieder zurückzuholen.

Wie sicher fühlen Sie sich nun mit Ihrem Text?

Sie können versuchen ihn ganz frei vorzutragen oder Stichworte machen. Stoppen Sie bei einem Ihrer Probeläufe unbedingt die Zeit. Länger als 5 Minuten ist für die meisten Menschen das Zuhören schwierig. Beim Auftritt brauchen Sie in der Regel ein Drittel der Zeit länger.

 

Eine sehr brauchbare Variante ist diese: Sie notieren sich neben dem Fließtext Stichwörter in einer extra Spalte. So können Sie jederzeit den „Faden“ wieder finden, falls Sie ihn verloren haben. Diese können Sie sich farbig markieren.

 

Wenn Sie kein Rednerpult haben, sind DINA5 oder DINA6 Zettel optimal. Sie können die Hinterseite entsprechend dem Anlass schön gestalten. Ein guter Nebeneffekt ist der, dass Sie wissen, wo Sie Ihre Hände hingeben.

 

Welche Variante Sie bevorzugen ist eine persönliche Entscheidung. Achten Sie auf jeden Fall beim Vortrag darauf, dass er lebendig ist und geben Sie Ihren Emotionen Raum.

 

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen.

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