Von Brautvaterreden und anderen Festreden

Festreden und Brautvaterreden

 

Als Bräutigammutter und leidenschaftliche Rednerin waren wir gerade auf dem Weg zur Hochzeit. Der Trauzeuge meines Sohnes fragte: „Und du hältst eine Rede morgen?“. Die Untertöne waren fast besser hörbar als die eigentliche Frage. „Die letzte Brautvaterrede, die ich hörte war ur-peinlich.“

Ich habe es so übersetzt für mich: Hast du dir das wirklich gut überlegt???

Auf Nachfragen hat er seine Liste der persönlichen no-gos verraten:

Die Rede war viel zu lang.

Es kamen Peinlichkeiten darin vor.

Der Redner war betrunken.

Ich fühlte mich sofort auf der sicheren Seite. Meine Rede war mit 5 Minuten geplant, denn auf meine Frage, ob es von Seiten des Brautpaares etwas gab, was ich beachten sollte, kam schon der Hinweis: Kurz soll sie sein.

Die „Bräutigammutter – Rede“ kam gut an und das Brautpaar fand sie als Geschenk.

Was können Sie tun, dass Ihre Rede ein Höhepunkt der Feier wird?

Wenn Sie diese paar Punkte beachten, ist das Gelingen schon fast vorprogrammiert.

Die Rednerin oder der Redner:

 Als Rednerin oder Redner präsentieren Sie nicht nur den Inhalt, sondern sie präsentieren sich auch selbst.

So rücken Sie sich selbst in ein gutes Licht:

  • Bereiten Sie die Rede sorgfältig vor: Es ist hilfreich, den Text erst mal auszuformulieren. Ob Sie ihn dann lesen oder frei vortragen, können Sie später entscheiden.
  • Nehmen Sie sich einmal auf oder stellen Sie sich beim Vortrag vor den Spiegel. So können Sie sich selbst noch korrigieren.

Der Inhalt:

  • Wählen Sie die Inhalte sorgfältig. Sie sollen für die Protagonisten angenehm sein.
  • Beziehen Sie die anwesenden Gäste in Ihre Rede mit ein.
  • Was zeichnet die Feiernden aus? Belegen Sie es mit einem Beispiel.
  • Verwenden Sie ein Zitat oder einen Gedanken aus einer Geschichte, einem literarischen Werk. Das verleiht den Worten Gewicht.
  • Falls es passt, nennen Sie einen Vergleich.

Anfang und Schluss:

Der Anfang ist wichtig, gemeinsam mit dem Schluss bildet er die Eckpunkte der Rede.

Mögliche Anfänge:

Eine fremde oder eigene Geschichte

Ein Blick hinter die Kulissen (ZB.: die Hochzeitsvorbereitungen)

Ein Statement

Eine rhetorische Frage

Schluss der Rede:

Ich wähle gerne ein schönes Bild als Abschluss. Dieses kann eventuell in Form eines Symbols übergeben werden.

Applaus:

Ja, nun wird es schwierig: in einer Hand die Aufzeichnungen, in der anderen das Mikrofon… der Mund noch voller Wörter.

Wenn Sie gerne einen Applaus hätten für Ihre wunderbare Rede oder anders gesagt, wenn Sie Ihren Zuhörern erlauben, dass sie ihre Begeisterung ausdrücken, dann geben Sie dem Applaus Raum.

Und nach dem Applaus heben Sie das Glas, um anzustoßen.

Länge der Rede:

Normalerweise wird die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums mit zirka 5 Minuten angegeben.

Bedenken Sie, wenn Sie die Rede vorbereiten, dass der Livevortrag meist etwas länger dauert, als die Probe.

Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen eine unvergessliche Rede gelingt und begleite Sie bei Bedarf gerne.

 

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